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Analoginsulin

Insuline, die aufgrund veränderter Aminosäuresequenz (Reihenfolge der Aminosäuren) im Vergleich zum Humaninsulin in ihren pharmakologischen Eigenschaften verbessert sind. Sie imitieren besser als Humaninsulin die Insulinausschüttung des gesunden Menschen. Es stehen schnellwirksame, biphasische und langwirksame Analoga zur Verfügung.

Basis-Bolus-Therapie

Insulintherapie, bei der die natürliche Insulinausschüttung des Organismus nachgeahmt wird. Diese erfolgt kontinuierlich in kleinen Mengen (basale Sekretion) und steigert sich nach den Mahlzeiten. Um dieses Prinzip zu imitieren, wird ein kurz wirkendes und ein lang wirkendes Insulin benötigt. Das verzögert wirkende Insulin wird zwei- bis dreimal am Tag gespritzt … Weiterlesen

Beta-Zellen

Eine Zellart in der Bauchspeicheldrüse (Langerhans’sche Inseln des Pankreas), die für die Produktion von Insulin verantwortlich ist.

Biphasische Insulinanaloga

Sie bestehen aus einem Anteil (frei) gelöstem, schnell wirkendem Analoginsulin und aus einem Anteil an Protamin gebundenem und dadurch verzögert wirkendem Analoginsulin. Bei der Angabe des Mischungsverhältnisses wird an erster Stelle der Anteil des schnell wirkenden, dann der des lang wirkenden Analoginsulins aufgeführt (z.B. 30/70). Sie werden in Rahmen der … Weiterlesen

Blutzuckerspiegel

Er bezeichnet die Konzentration an Glukose (Traubenzucker) im Blut. Der Blutzuckerspiegel kann gemessen werden. Der normale Nüchternblutzuckerspiegel liegt unter 6.1 mmol/l (110 mg/dl). Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit liegt der normale Blutzucker unter 7.8 mmol/l (140mg/dl). Erhöhte Messwerte können als Hinweis auf einen Diabetes mellitus gelten.

DAWN-Phänomen

Frühmorgendlicher Blutzuckeranstieg, der auf Hormone zurückzuführen ist, die zu dieser Zeit vermehrt ausgeschüttet werden und die Wirkung des Insulins abschwächen. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, wird vor dem Schlafengehen langwirksames Insulin gespritzt.

Diabetes mellitus

Umgangssprachlich „Zuckerkrankheit“ genannt, (lat.: honigsüsser Durchfluss) ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Es gibt zwei wesentliche Formen des Diabetes: Typ 1 und Typ 2 Diabetes.

Diabetes Typ 1

Der Typ 1 Diabetes entsteht durch den Mangel des Hormons Insulin. Die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden durch das körpereigene Immunsystem zerstört. Dies ist der klassische Insulinmangeldiabetes, der meist im Kindes- oder Jugendalter beginnt.

Diabetes Typ 2

Der Typ 2 Diabetes entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin (Insulinresistenz), zum anderen führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer “Erschöpfung” der insulinproduzierenden Zellen. Der Typ 2 Diabetes wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt. Jedoch sind inzwischen immer … Weiterlesen

Diabetisches Koma

Akute Komplikation des Diabetes mellitus, die durch Bewusstlosigkeit gekennzeichnet ist und verschiedene Ursachen haben kann. Dazu zählt vor allem die Hyperglykämie (sehr hohe Blutzuckerwerte).

Diagnose

Diagnose ist in Berufen der Gesundheit, wie beispielsweise Medizin, die genaue Zuordnung von Befunden zu einem Krankheitsbegriff.

DNA

Die Desoxyribonukleinsäure (kurz DNS, englisch DNA) (lat.-fr.-gr. Kunstwort) ist ein in allen Lebewesen und DNA-Viren vorkommendes Biomolekül und die Trägerin der Erbinformation.

Endokrinologie

Die Endokrinologie ist die “Lehre von den Hormonen”. Endokrin heißen Hormondrüsen, die ihr Produkt nach innen, direkt ins Blut abgeben. Ein Endokrinologe ist ein Facharzt für Hormone.

Enzym


Enzyme (altgriechisches Kunstwort), früher Fermente (lateinisch fermentum), sind Eiweisse, die biochemische Reaktionen erzeugen. Enzyme haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen.

Gentechnik

Als Gentechnik bezeichnet man jene Methoden und Verfahren der Biotechnologie, die gezielte Eingriffe in das Erbgut (Genom) und damit in die biochemischen Steuerungsvorgänge von Lebewesen ermöglichen.

Gestationsdiabetes

Wenn ein Diabetes während einer Schwangerschaft auftritt, wird er als Gestationsdiabetes bezeichnet. Bei 10 Prozent der Betroffenen bleibt der Diabetes auch nach der Schwangerschaft bestehen.

Glomerulonephritis

Unter einer Glomerulonephritis wird in der Medizin die Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulum) in der Niere bezeichnet. Es werden verschiedene Formen der Glomerulonephritis unterschieden, die in ihrer Gesamtheit zu den häufigsten Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz gehören.

HbA1c-Wert

Blutzucker Langzeitwert oder Blutzucker Gedächtnis: Verbindung aus rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin Hb) und Glukose. Der HbA1c-Wert gibt Auskunft über die Blutzuckereinstellung der letzten zwei bis drei Monate. Der durchschnittliche Blutzucker (BZ) in dieser Zeitspanne lässt sich durch die Formel BZ = 36 x HbA1c–100 abschätzen.

hGH

ist eine Abkürzung und steht für Human Growth Hormone (menschliches Wachstumshormon). Siehe auch Somatropin

Hormon


Ein Hormon ist eine unterschiedlich definierte Sammelbezeichnung für verschiedene Botenstoffe, die von spezialisierten Zellen produziert und abgegeben werden, um spezifische Wirkungen oder Regulationsfunktionen im menschlichen Körper zu verrichten.

Hyperglykämie

Erhöhter Blutzuckerwert (Überzuckerung). Zu den akuten Anzeichen zählen häufiger Harndrang und übermässiger Durst. Unbehandelt kann es zu diabetischen Folgeerkrankungen und zum diabetischen Koma kommen. Der Normwert für den Blutzucker liegt bei 5.6 mmol/l morgens.

Hypoglykämie

Erniedrigte Blutzuckerwerte unter 2.8 mmol/l (50 mg/dl) (Unterzuckerung). Ursache können zu niedrige Kohlenhydrataufnahme, zuviel Insulin oder übermässige körperliche Anstrengung sein. Es treten Beschwerden wie Schwitzen, Zittern, Sehstörungen, Koordinationsstörungen, Schwindelgefühl, Launigkeit und Verwirrung auf. Eine unbehandelte Unterzuckerung kann zu Bewusstlosigkeit führen.

Hypophyse

Die Hypophyse ist eine Hormondrüse, der eine zentrale Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper zukommt. Die Hypophyse sitzt in einer knöchernen Vertiefung auf Höhe der Nase in der Mitte des Kopfes. Eine geläufige deutsche Bezeichnung ist auch Hirnanhangdrüse.

Hypothalamus

Der Hypothalamus ist ein Abschnitt des Zwischenhirns im Bereich der Sehnervenkreuzung. Der Hypophysenstiel  verbindet den Hypothalamus mit der Hypophyse, deren Hinterlappen noch als Teil des Hypothalamus bezeichnet wird. Der Hypothalamus bildet unterschiedliche Hormone, die verschiedene Funktionen, wie etwa den Blutdruck, des Körpers steuern. 

Infektion


Unter einer Infektion (Ansteckung) versteht man beim Menschen, das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und anschliessende Vermehren von Krankheitserregern in den menschlichen Körper.

Injektion

Als Injektion bezeichnet man, im medizinischen Zusammenhang, das Einbringen von flüssigen Arzneimitteln in den Körper. Die Injektion wird meistens mit Hilfe einer Spritze verabreicht.

Insulin

Insulin ist ein blutzuckersenkendes Hormon. Ein Eiweiss, das aus 51 Aminosäuren besteht und in den sogenannten Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Insulin ermöglicht den Eintritt von Blutzucker durch die Zellmembran in bestimmte Zellen.

Insulinresistenz

Eine grundlegende Stoffwechselabnormalität, die oft Ursache für den Typ 2 Diabetes ist: Die Körperzellen reagieren zu gering oder gar nicht mehr auf Insulin – sie sind resistent für Insulin.

Kardiologe


Kardiologie ist die Lehre vom Herzen. Sie befasst sich mit dessen Struktur, der Funktion und den Erkrankungen. In der Humanmedizin ist sie ein Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit den Herz-Kreislauferkrankungen beim Erwachsenen befasst. Die Kinderkardiologie ist in der Schweiz und in Deutschland ein eigenständiges Teilgebiet der Kinderheilkunde.

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist ein Begriff aus der Medizin. Es bezeichnet ein Syndrom des Mittelarmnervs im Bereich der Handwurzel. Typische Symptome sind beispielsweise Schmerzen in der Hand und im gesamten Arm. Der Karpaltunnel ist eine vom Bindegewebe fest umschlossene Röhre. Sie verläuft vom Unterarm bis zur Hand handflächenseitig auf dem Handgelenk.

Karyogramm

Ein Karyogramm ist die geordnete Darstellung aller Chormosomen einer Zelle. Karyogramme dienen zur Bestimmung des Karyotyps, also die Chromosomenausstattung eines Lebewesens. Ein Karyotyp dient beispielsweise zur Ermittlung der Ursache von vererbaren Krankheiten.

Klinisch

Klinisch kann folgende Bedeutungen haben: Krankhaft, übermässig hygienisch, kalt, zu einer Klinik gehörend, in einer Klinik befindlich

Konstitutioneller Kleinwuchs

Bei Kindern mit konstitutionellem Kleinwuchs sind das körperliche Wachstum und die biologische Reifung verzögert. Eine normale Endgrösse wird, im Vergleich mit anderen gleichaltrigen Kindern, erst später erreicht. 

Konventionelle Insulintherapie

Bei dieser Therapieform wird ein- oder zweimal täglich ein Verzögerungs- oder ein Mischinsulin gespritzt. Die Injektion erfolgt in der Regel vor dem Frühstück und/oder vor dem Abendessen. Durch den Anteil an kurz wirksamem Insulins wird der erhöhte Bedarf zu den Mahlzeiten (Frühstück/Abendessen) abgedeckt. Durch den Anteil an lang wirksamem Insulin … Weiterlesen

Mischinsulin

Vorgefertigte Mischung aus einem Anteil kurz wirkendem Insulin und einem Anteil Verzögerungsinsulin. Bei der Angabe des Mischungsverhältnisses wird an erster Stelle der Anteil des kurz wirkenden, dann der des lang wirkenden Insulins aufgeführt (z.B. 30/70). Sie werden im Rahmen der konventionellen Therapie (CT) eingesetzt. Es gibt sowohl humane als auch … Weiterlesen

Normalinsulin

Schnell wirkendes Insulin, ohne Zusatz von Verzögerungsstoffen. Die Wirkung setzt nach 15 bis 30 Minuten ein, sein Wirkmaximum erreicht es etwa nach zwei bis drei Stunden. Die Wirkdauer liegt zwischen sechs und acht Stunden und ist abhängig von Insulinmenge und Injektionsort. Es sollte ein Spritz-Ess-Abstand von etwa 15-30 Minuten eingehalten … Weiterlesen

Nüchternblutzuckerwert

Er wird vor der ersten Tagesmahlzeit gemessen. Werte aus dem venösen Blut über 7 mmol/l (126 mg/dl) und Werte aus der Fingerbeere von über 6.1 mmol/l (110 mgl/dl) geben Hinweis auf einen Diabetes mellitus.

Perzentil

Perzentil (lateinisch: Hundertstelwert) oder auch Prozentrang ist ein Lagemass in der Statistik. Durch Perzentile wird die Verteilung in 100 gleich grosse Teile, also ein Prozent Abschnitte, zerlegt.

Postprandiale Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte ein bis zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Die postprandialen Blutzuckerwerte liegen bei einem Nichtdiabetiker unter 7.8 mmol/l (140 mg/dl). Werte zwischen 7.8 mmol /l (140 mg/dl) und 11.1 mmol/l (200 mg/dl) postprandial weisen auf eine gestörte Glukosetoleranz hin. Wert über 11.1 mmol/l (200 mg/dl) geben einen Hinweis auf Diabetes. … Weiterlesen

Somatostatin

Somatostatin ist ein fettunlösliches Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse während der Verdauung ausgeschüttet wird und als Gegenhormon zu Wachstumshormon die Bildung von Somatropin hemmt.

Stimulationstest

Der Wachstumshormon-Stimulationstest misst den Anteil von Wachstumshormon im Blut. Nachdem der Patient ein Medikament erhalten hat, dass die Freisetzung von Wachstumshormon auslöst, wird dem Patienten mehrmals in bestimmten Zeitabständen Blut entnommen. Quelle: http://novonordisk.ch/documents/article_page/document/ght_Stimulationstest.asp

Symptom

Ein Symptom ist in der Medizin ein Zeichen, das auf eine Erkrankung oder Verletzung hinweist. Es kann durch einen Arzt erfasst (Befund) oder auch vom Betroffenen selbst festgestellt werden (Beschwerde).

Verzögerungsinsulin

Verzögerungsinsuline geben den Wirkstoff langsam ins Blut ab und dienen zur Abdeckung der Basalrate. Die verlangsamte Resorption (Aufnahme) wird durch den Zusatz von NPH (Neutrales Protamin Hagedorn) oder von Zink (Insulin-Zink-Suspension/Lente Insuline) erreicht. NPH-Insuline haben ihre erste Wirkung nach 1 bis 2 Stunden. Ihr Wirkmaximum tritt erst nach 4 bis … Weiterlesen

Zystennieren


Zystennieren sind eine Reihe von ernsthaften, meist erblich bedingten, Erkrankungen der Niere. Durch die Bildung von Zysten (Bläschen) sind die Nieren in ihrer Filterfunktion stark eingeschränkt.